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Buch zur Ortschaft Töging |
Das Buch von Maria Bauer und Ingrid Frühauf braucht noch etwas Zeit. Wir hoffen, Sie haben die Zeit und freuen sich mit uns auf ein Werk, das Seinesgleichen suchen muss...
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Töginger Dorfschönheiten 1933 in den damals schon längst aus der Mode gekommenen Trachten aus der Zeit um 1870. Ein besonderes Heimatbuch entsteht, das die Grenzen einer Ortschronik sprengt.
Das Dorf Töging schaffte es im Lauf seiner Geschichte gerade einmal zum Marktort und das nicht Lange. Und trotzdem breitet sich unter dem Vergrößerungsglas der Forschung eine spannende, ja grenzwertige Geschichte aus, die dem eines anderen berühmt trotzigen Dorfes in Gallien in nichts nachsteht. Zudem hatte Töging lange Zeit nicht nur einen Häuptling, sondern derer bis zu vier gleichzeitig. Die zwei Tögingerinnen Maria Bauer & Ingrid Frühauf machen sich seit Jahren in Archiven auf die Spuren dieser Geschichte und haben den Forscher Ralf Rossmeissl vom fränkischen Freilandmuseum ehrenamtlich gewonnen, der die Erkenntnis im Dreierteam in eine spannende Buchform gießt. | |
Schnell wurde klar, das der rote Faden durch Tögings Geschichte über Jahrhunderte die Grenzlage war, zuerst unweit einer wichtigen Verkehrsader der Karolingerzeit, dann an der Grenze des Hochstifts Eichstätt um Herzogtum Bayern. An Grenzorten lässt sich Geschichte schärfer focusieren als andernorts, so auch hier. Und gerade das wird dieses Buch auch für Auswärtige interessant machen, denn Grenzwertiges macht Geschichte sozusagen am Tellerrand der Geschichte erfahrbar. Und dieser Teller war wahrlich selten voll. Die Hausgeschichte von 92 Häusern incl. dreier mehrfach geteilter adeliger Ansitze, zweier Kirchlein, einer jüdischen Gemeinde mit eigenem Friedhof, spiegelt das allein in den Konditionen für die Hauskäufe wieder. Strohdeckung stand vor Ziegel- und selbst Kalkplattendeckung, langfristige Ratenzahlung war nicht die Ausnahme, sondern die Norm und die Austragshäusler mussten nicht um Würste feilschen, wenn keine da waren. Trotzdem schaffte es Töging 1584 nach Ankauf durch das Hochstift Eichstätt zum Status eines Richteramtes wohl dank seiner beträchtlichen noch das Ortsbild bestimmenden Zehentscheune, deren Baugeschichte als Schloss begann und deren Glanzzeit wohl schon während des Baues endete. 1702 heiß umkämpft in einem Grenzkrieg hatten die Töginger immer klar vor Augen, wohin ein Großteil ihres sauer Erarbeiteten wanderte. Völlig neue und bisher einzigartige Aspekte auf die Geschichte dieses Dorfes von Kleinhäuslern und armen Handwerkern wirft u. a. auch das Auffinden von hunderten von bleiernen Tuchplomben rund ums Dorf (die mit dem Mist dorthin gelangten), die im Buch erstmals in Bayern eine wissenschaftlich und verständliche Würdigung finden werden.
Auch die Brauchtumsforschung wird einen breiten Raum einnehmen bezüglich des Töging eigenen Pfeifferjahrtags oder seines besonderen Faschingstreibens. Ebenso wird das Buch durch eine äußerst reiche Bildüberlieferung wuchern können, die übrigens eine Beispiel gebende Archivierung und Bewahrung nach sich zog. Hunderte historischer Fotos werden von einem Team aufgrund intensiver Befragungen beschriftet und in der Stadt Dietfurt hinterlegt und somit für die Nachwelt bewahrt.
Töging lebte Jahrhunderte lang von seiner stark frequentierten Altmühlbrücke, wie tief eingeschnittene Hohlwegfächer an den Jurahängen belegen. Das Buch wird nun eine Brücke zu dieser Geschichte schlagen. |
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